Netzwerke:Routing-Protokolle

Aus ITWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

1 Übersicht

Es gibt unterschiedliche Routing-Prokolle für unterschiedliche Anwendungsfälle. Die geläufigsten Vertreter für kabelgebundene Netze sind.

  • OSPF
  • RIP
  • Bgp

1.1 RIP - Routing Information Protocol

Vorteile

  • Geringe Anforderung an Hardware (CPU, RAM)

Nachteile

  • Konvergiert langsam nach Topologie-Änderung.
  • Fällt eine bekannte Route aus, muss die Ersatzroute erst erneut gelernt werden.
  • Hat Probleme bei Loops/Multi-Homing
  • Maximale Pfadlänge zwischen zwei Netzen limitiert auf 15 Router
  • Dieser erlernt eine Route nur, wenn die Route unbekannt ist oder deren Kosten geringer sind als die bekannte Route.
  • Dies hält die Routing-Tabelle klein, hat aber den Nachteil, dass keine Loops erkannt werden können.
  • Obwohl es zwei mögliche Routen zu einem Ziel gibt, kennen alle Router nur eine Route.
  • Je nach Topologie nutzen ein paar Router jedoch die Alternativroute als Primär-Route.
  • Fällt eine der beiden Routen aus, ist das Zielnetzwerk für alle von dieser Route betroffenen Router nicht erreichbar.
  • Erst wenn von einem Router mit Alternativroute eine Routen-Bekanntmachung versendet wird, verteilt sich die Information über die Alternativroute über das Netz.

1.2 OSPF - Open Shortest Path First

Vorteile:

  • Konvergiert "sofort". Alle Alternativrouten sind immer bekannt.
  • Kann stabil mit Loops und Multi-Homing umgehen.

Nachteile:

  • Höhere Anforderungen an Hardware (CPU und RAM)

Im OSPF-Netz ist jedem router und die routen bekannt.Wenn ein beliebiger Router die Information erhält, dass eine Route ausgefallen ist, kann dieser sofort ermitteln, ob eine Ersatzroute vorhanden ist. Die Loop-Erkennung entfällt beim "Shortest Path First"-Algorithmus. Diese Vorteile werden mit höherem Aufwand für die Hardware erkauft. Um Bandbreite zu schonen, wird beim Protokoll-Start ein primärer (designated router) und sekundärer Router (backup designated router) "gewählt". Über diese werden dann die Topologie-Informationen verteilt. So muss nicht jeder Router an jeden anderen Router Informationen verteilen.

1.2.1 Link-State-Routing-Protokoll

Dieses protokoll wird verwendet um komplexe Datenbank mit Topologie-Informationen aufzubauen. Mit Hilfe dieser Datenbank werden die Pakete dann im Netzwerk weitergeleitet. Häufig vorkommende Vertreter dieser Protokollart im Internet sind z. B. OSPF oder IS-IS.


1.3 BGP - Border Gateway Protocol

Bei BGP handelt es sich im Prinzip um ein Distant-Vektor-Protokoll, das jedoch so verbessert wurde, dass Skalierungs- und Loop-Probleme nicht auftreten.


Quelle https://wiki.ubuntuusers.de/Dynamisches_Routing

Ufukmeral (Diskussion) 12:41, 20. Sep. 2019 (CEST)