Entwuft:Dirkwagner:Linux:Dokumentation: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 2. August 2020, 13:59 Uhr

Einer der wichtigsten Kenntnisse beim Umgang mit Linux ist es, sich die notwendigen Detailinformationen zu alltäglichen Fragen zu beschaffen.

Linux ist ausgesprochen gut und bis in kleinste Detail dokumentiert.

Wie hieß noch mal der Befehl? Wie war noch mal der Schalter? Welche Parameter hat diese Konfigurationsdatei?


1 Syntaxhilfe

Jedes Kommando kennt den Parameter

--help

mit dem Sie eine Kurze Auflistung der Syntax von Parametern und Schaltern, sowie deren Bedeutung erhalten.== Befehlsbeschreibung ==

Eine Beschreibung, was ein bestimmtes Kommando bewirkt, wir mit

whatis <Kommando>

anzeigenlassen. Dies entspricht dem Abschnitt NAME der entsprechenden man-page.

Beispiel

whatis whatis whatis (1) - search the whatis database for complete words.

Das Programm xman ist eine X-Window-Version von man.== help - builtin-Kommandos ==

Ein Kommandozeileninterpreter besitzt, teils aus Notwendigkeit, teils wegen besserer Performance, einige integrierte Kommandos, zu denen man manchmal vergeblich nach Manuals suchen würde. Speziell für solche builtin-Kommandos existiert das (builtin-Kommando) help.== Die Manual-Pages ==

Darüber hinaus erhalten sie ausführliche Informationen in der Online-Dokumentation des Systems den so genannten Manual-Pages. Diese können Sie mit dem Befehl

man [-S Sektion] <Kommando>

aufrufen.

Beispiel - Informationen über den Befehl ls

VDIR(1) FSF VDIR(1)


NAME
       ls - zeigt Verzeichnisinhalt an

ÜBERSICHT
       ls [OPTION]... [DATEI]...

BESCHREIBUNG
       Auflistung  von  Informationen  der  DATEIen (Standardvorgabe ist das momentane
       Verzeichnis). Alphabetisches Sortieren der Einträge, falls weder -cftuSUX  noch
       --sort angegeben.

       -a, --all
              Einträge, die mit . beginnen, nicht verstecken.

       -A, --almost-all
              Keine Anzeige implizierter . Und ..

       -b, --escape
              Ausgabe oktaler Repräsentation für nicht-druck- bare Zeichen.

       --block-size=GRÖßE
              Verwendung von GRÖßE großen Blöcken.

       -B, --ignore-backups
              Einträge, die mit ~ enden, nicht ausgeben.

       -c     mit  -lt:  sortieren  nach,  und  anzeige  von  ctime  (Zeit der letzten
              Veränderung der Datei-Status- informationen) ; mit  -l:  ctime  anzeigen
              und nach Namen sortieren.

 Manual page ls(1) line 1

Sektionen der Manual-Pages

0Dateiheader (gewöhnlich in /usr/include)
1Ausführbare Programme oder Shellbefehle
2Systemaufrufe (Kernelfunktionen)
3Bibliotheksaufrufe (Funktionen in System-Bibliotheken)
4Spezielle Dateien (gewöhnlich in /dev)
5Dateiformate und Konventionen, z. B. /etc/passwd
6Spiele
7Makropakete und Konventionen, z. B. man(7), groff(7)
8Systemadministrationsbefehle (in der Regel nur für root)
9Kernelroutinen [Nicht Standard]
nneu [veraltet]
llokal [veraltet]
pöffentlich [veraltet]
oalt [veraltet]

Aufbau einer Manual-Page

Die Informationen liegen meist in Englisch vor, für viele Befehle liegen inzwischen jedoch auch deutsche man-Pages vor. Jede man-Page enthält folgende Abschnitte:


NAME kurze Beschreibung der Funktion
SYNOPSIS Aufrufsyntax
DESCRIPTION Detaillierte Beschreibung der Wirkungsweise aller möglichen Optionen
Files Vom Kommando benötigte/modifizierte Dateien
SEE ALSO Hinweise auf verwandte Kommandos und Verweise auf ergänzende Informationen
DIAGNOSTICS Erläuterungen zu Fehlercodes, die das Kommando zurückliefert
BUGS Bekannte Fehlverhalten des Kommandos, aber auch Hinweise auf Wirkungen, die gewollt aber ungewöhnlich sind0,00cm
EXAMPLE Beispiele zur Verwendung des Kommandos (fehlt leider oft)

Suche in Manual-Pages

Die Einzeldokumentationen enthalten am Beginn einen Abschnitt (Name), der den Zweck des Programms kurz beschreibt (Apropos). In diesem Abschnitt kann nach bestimmten Stichworten gesucht werden. Für jeden Manualeintrag, der im Abschnitt "Name" dieses Stichwort enthält, wird ein entsprechender Hinweis ausgegeben.

apropos <stichwort>

Alternative

man -k <stichwort>

Beispiel

Sie suchen die Beschreibung des Aufbaus der Passwortdatenbank /etc/passwd.

man -k passwd
passwd (5)           - password file
passwd, npasswd (1)  - change login password
rpc.yppasswdd (8)    - NIS password update server
yppasswd, ypchfn, ypchsh (1) - NIS password update clients

Die Angaben in Klammern (z.B. passwd (5)) geben an, in welcher Sektion des Manuals sich dieser Eintrag befindet. Die gewünschte Information kann aufgerufen werden.mit

man –S 5 passwd

oder kurz mit

man 5 passwd

Grafische Frontends

Alternativen zum Konsolen-Befehl sind die grafischen Frontends xman oder tkman. Bequem können die Manual-Seiten auch mit dem KDE-Konquror gelesen werden. Geben Sie dazu in die Adresszeile » man:<Befehl> « ein.

Grafik1.pngDatei:Grafik13.pngDatei:Grafik14.png== Info - Pages ==

Die Info-Seiten sind als Nachfolger der Manual Pages vorgesehen, in einigen Manuals findet man daher den Verweis auf ihre Info-Versionen. Trotz seiner erweiterten Möglichkeiten - wie einer Hypertext-artigen Verlinkung - hat sich info bislang nicht durchgehend durchsetzen können.

Vor allem zu den GNU-Kommandos finden sich hier wertvolle Hinweise. Die Info-Seiten werden mit dem Befehl info aufgerufen.

File: info.info, Node: Top, Next: Getting Started, Up: (dir)

Info: An Introduction
*********************

The GNU Project distributes most of its on-line manuals in the "Info
format", which you read using an "Info reader".  You are probably using
an Info reader to read this now.

   There are two primary Info readers: `info', a stand-alone program
designed just to read Info files (*note Stand-alone Info:
(info-stnd)Top.), and the `info' package in GNU Emacs, a
general-purpose editor.  At present, only the Emacs reader supports
using a mouse.

   If you are new to the Info reader and want to learn how to use it,
type the command `h' now.  It brings you to a programmed instruction
sequence.

   To read about advanced Info commands, type `n' twice.  This brings
you to `Advanced Info Commands', skipping over the `Getting Started'
chapter.

* Menu:

* Getting Started::             Getting started using an Info reader.
* Advanced::                    Advanced Info commands.
* Expert Info::                 Info commands for experts.
* Index::                       An index of topics, commands, and variables.
--zz-Info: (info.info.gz)Top, 30 Zeilen –All-------------------------------------------
Willkommen bei Info (Version 4.13). „h“ eingeben für Hilfe, „m“ für Menüeintrag.


1.1 Bedienung

h Kommandos auflisten (Ende mit »x«)
[Leertaste] Im Text eine Seite nach unten blättern
[Backspace] Im Text eine Seite nach oben blättern
n Springt zum nächsten Thema
p Kehrt zum vorherigen Thema zurück
[ÿ] Verknüpfung anspringen
l Zurück (last)
t Eine Ebene aufwärts gehen (top)
u Eine Ebene aufwärts gehen (up)
d Zum Startknoten dieses Dokuments gehen
m Einen Menüeintrag nach dem Namen auswählen.
r Einem Querverweis anhand des Namens folgen.
q info beenden


1.2 Grafische Frontends

Datei:Grafik12.pngDatei:Grafik9.pngAlternativen zum Konsolen-Befehl sind die grafischen Frontends xinfo bzw. tkinfo. Bequem können die Info-Seiten auch mit dem KDE-Konquror gelesen werden. Geben Sie dazu in die Adresszeile » info:<Befehl> « ein.

2 HowTo's – Kochrezepte

In den vom Linux Documentation Project gepflegten HOWTO's findet man Informationen zur Installation, Konfiguration, zu von Linux unterstützter Hardware usw.

Die komprimierten ASCII-Quellen finden sich nach der Installation meist im Verzeichnis /usr/doc/howto/ oder /usr/share/doc/howto und lassen sich z.B. mit dem Pager [/file+dir.htm#pager less] betrachten.

Darüber hinaus liegen zahlreiche HowTo's auch als HTML-, Postscript- oder PDF-Version vor. Ebenso existieren Übersetzungen der zumeist aus dem englischen Sprachraum stammenden Originale.

Besonders erwähnenswert sind zwei Projekte:


Datei:Grafik2.pngwww.linuxhaven.de/dlhp www.selflinux.org

3 Distributions-Dokumentation

Üblicherweise stellen die Distributioren umfangreiche Dokumentationen in verschiedenen Formaten zu diversen Aspekten Ihrer Distribution zur Verfügung.

Wenn sie installiert sind, sind sie i.d.R. Unterhalb von

/usr/share/doc

zu finden.

Häufig stellen loht sich auch eine Suche auf den Webseiten des Distrobutors, um interessante Dokumente zu finden.== Paket-Dokumentationen ==

Viele Programmpakete bringen umfangreiche Dokumentation mit, die vor allem Neuerungen, Installationshinweise und Fehlerbehandlungen umfasst.

Bei einigen Programmen ist die Dokumentation in eigene Installationspakete ausgelagert und prüfen Sie daher, ob sie installiert sind, wenn Sie sie suchen.

Die entsprechenden Dateien finden sich in Unterverzeichnissen von

/usr/doc/packages

oder

/usr/share/doc/packages.== Hilfe aus dem Web ==

Falls dennoch Probleme auftauchen, denen mit obigen Mitteln nicht beizukommen ist, kann eventuell eine Suche in den Archiven der zahlreichen Newsforen zu Linux helfen.

Die Reaktionszeiten auf eigene Anfragen in manchen Foren, würde vielen professionellen Supportern zu Ruhm und Ehre gereichen.

3.1 Vorlage:Anchor Wikis

Wikis haben den Vorteil, dass Dokumentationen strukturiert abgelegt durch viele Menschen aktuell gehalten werden können.

In vielen Linux-Wikis finden sich Dokumentationen und Anleitungen zu Grundlagen, alltäglichen und speziellen Fragestellungen. Hier eine kleine Auswahl:


Datei:Grafik4.pngde.wikipedia.org/wiki/Portal:Linux www.linuxwiki.de
de.linwiki.org de.wikibooks.org/wiki/Linux
de.susewiki.org

wiki.ubuntuusers.de


3.2 Online-Foren und Mailinglisten

Zu allen wichtigen Distributionen, Diensten und Programmen gibt es diverse Online-Foren in diversen Sprachen. Häufig betreiben auch Autoren wichtiger Bücher und Printmedien ergiebige Foren.== Printmedien ==

Mit der zunehmenden Verbreitung von Linux hat sich auch ein Angebot an Printmedien entwickelt, die sich mit der Thematik beschäftigen.

Neben einer Vielzahl an Büchern zu allen Aspekten von Linux haben sich auch regelmäßig erscheinende Zeitschriften auf dem Markt etabliert.

Bekannteste Vertreter sind hier die einzelnen Hefte der Linux New Media AG* die monatlich (Linux-Magazin, Linux-User) oder

  • vierteljährlich (EasyLinux) erscheinen.


Schon seit einer ganzen Weile produzieren auch große Computer-Verlage wie* IDG (PC-WELT Linux),

  • Weka (PC-Magazin Linux) oder
  • Vogel Burda (Chip Linux) Linux-Heftreihen,


die meist alle drei Monate eine neue Ausgabe präsentieren.* Linux-Magazin (www.linux-magazin.de)